Geburtshaus oder Klinik in Nürnberg? 7 Fragen, die dir die Entscheidung leichter machen
Irgendwann in den ersten Wochen deiner Schwangerschaft (oder sogar schon viel früher) taucht sie auf, diese Frage: Wo will ich mein Kind zur Welt bringen?
Klinik oder Geburtshaus?
Ich bin keine Hebamme. Keine Ärztin. Aber ich war dabei – viele Male, mit meiner Kamera und offenen Augen. Was ich dir hier erzähle, kommt nicht aus einem Lehrbuch. Es kommt aus dem, was ich gesehen und gefühlt habe.
1. Wie fühlt sich eine Geburt im Geburtshaus eigentlich an – was ist wirklich anders?
Der Unterschied beginnt schon beim Eintreten.
Klinik: Weite Flure. Helles Neonlicht. Alles hat seinen Platz, alles hat seinen Grund – und viele Frauen fühlen sich genau dort am sichersten. Das ist gut so.
Geburtshaus: Stille. Warmes Licht. Echte Möbel. Wenn ich im Nürnberger Nest ankomme, umarmt mich eine Entspanntheit. Es fühlt sich an wie ankommen – nicht wie eingeliefert werden. Was mich als Frau und Mutter am meisten berührt: Die Zeit läuft anders. Keine gestressten Blicke auf die Uhr. Die Geburt darf dauern, so lange sie dauert. Das Wohl der Frau und dem Baby ständig im Blick. Dieser Unterschied klingt klein. Er ist es nicht.
2. Wie viel Privatsphäre habe ich im Geburtshaus?
Dein Raum ist deiner. Punkt.
Keine fremden Gesichter, die kurz reinschauen und wieder verschwinden. Die Hebamme, die bei dir ist, kennt dich – oft schon aus der Schwangerschaft.
Als Fotografin erlebe ich das so: Frauen, die sich fallen lassen können. Die nicht unter Druck von außen stehen. Die so bei sich sind, dass sie vergessen, dass ich da bin. Alles in allem: Ein ganz besonderes Gefühl von Geborgenheit.
4. Darf mein:e Partner:in, meine Mama oder eine Doula dabei sein?
Das wird mit den Hebammen abgesprochen und meist spricht nichts dagegen – und diese Momente gehören zu den bewegendsten, die ich je fotografiert habe.
Väter, die ihrem Baby die allererste Berührung schenken. (Schwieger)Mütter, die ihre Töchter bestärkend durch die Wehen begleiten. Schwestern, die still in der Ecke verweilen und einfach Kraft geben. Diese Menschen sind nicht Kulisse. Sie sind Teil der Geschichte.
Für die genauen Regelungen – wen du mitbringen kannst und wie – ruf direkt im Geburtshaus Nürnberger Nest an. Die Hebammen dort nehmen sich Zeit. Wirklich.
Soweit mir bekannt, ist in den meisten Kliniken hingegen nur eine Begleitperson erwünscht. Ich habe aber auch hier schon wundervolle Klinikgeburten begleiten dürfen.
Eine Aufnahme kurz nach der Geburt des Babys im Nürnberger Nest. Begleitet wurde das Elternpaar von ihren Müttern – jetzt frischgebackenes Omas. Es war unglaublich schön zu beobachten, dass mütterliche Fürsorge nie endet. Alle waren so stolz. Ein super Zusammenspiel aller Beteiligten.
5. Woher weiß ich, ob ein Geburtshaus als Ort zu mir passt?
Ich glaube, du weißt es schon.
Wenn du beim Lesen dieses Textes irgendwo ein leises „Ja, genau das" gespürt hast – dann weißt du es. Wenn du beim Gedanken an eine Klinik aufatmest, weil Technik und ein klarer Plan dir Sicherheit geben – dann weißt du das auch.
Mein ehrlichster Tipp: Nimm dir die Zeit und besichtige beide. Nicht online. Wirklich hingehen. Drinnen stehen. Atmen. Und hören, was dein Bauch sagt – nicht dein Kopf (oder deine Umgebung).
6. Was sagen Frauen, die beides erlebt haben?
Es kommt oft vor, wenn wir nach einer Geburt noch gemütlich zusammensitzen, dass wir über das gemeinsam Erlebte sprechen.
Frauen, die ihr erstes Kind in der Klinik hatten und das zweite im Geburtshaus, sagen oft: Beim zweiten Mal wusste ich, was ich wollte. Mehr Ruhe. Mehr ich. Kaum eine sagt „Das eine ist besser." Es ist aber wohl persönlicher und selbstbestimmter.
Was mich jedes Mal beeindruckt: Fast alle sagen, dass die Atmosphäre mehr beeinflusst hat, als sie gedacht hätten. Die vertrauten Gesichter. Die Stille. Ob jemand Zeit hatte – oder eben nicht.
7. Was würde ich meiner besten Freundin empfehlen?
Vorausgesetzt sie fragt mich nach meiner Meinung, dann würde ich ihr von meiner Erfahrung erzählen:
Mein erstes Kind wollte ich unbedingt im Krankenhaus zur Welt bringen. Ich hatte Angst – und die vermeintliche Sicherheit der Klinik hat mir ein gutes Gefühl gegeben.
Letztendlich war die Geburt okay. Aber ich wurde oft allein gelassen. Das Verkabelt-sein hat mich gestört. Ich fühlte mich fremdbestimmt – in einem Moment, der so sehr meiner hätte sein sollen. Aber ich dachte, das muss so sein. Ich kannte es ja nicht anders.
Nach vielen positiven Erzählungen und mehr Recherche, wollte ich mein zweites Kind im Geburtshaus zur Welt bringen. Daraus wurde aus gesundheitlichen Gründen leider nichts.
Zwei Klinikgeburten also.
Und dann durfte ich als Fotografin bei Hausgeburten und Geburten im Nürnberger Nest dabei sein und auch Geburten mit dem Geburtshaus Erlangen begleiten. Ich habe gesehen, wie Frauen ihre Kinder empfangen haben – selbstbestimmt, kraftvoll, in ihrem eigenen Tempo. Das hat mich so bewegt. Jedes Mal wieder. Und das hat vermutlich auch etwas in mir geheilt.
Ich würde meiner Freundin sagen: Hör auf dich. Nicht auf die Geburtsgeschichten deiner Mutter. Nicht auf die Angst deiner Schwester. Nicht auf das, was alle für selbstverständlich halten. Sondern auf das, was du willst, wenn du ehrlich mit dir bist.
Ich würde ihr sagen, sie soll sich das Nürnberger Nest anschauen oder ein anderes Geburtshaus. Nicht weil es für alle das Richtige ist. Sondern weil es sich lohnt zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn man dort ist.
Und egal wo sie gebärt – dieser Moment ist einmalig. Er verdient es, erinnert zu werden.
Deine Geburt. Deine Geschichte.
Darf ich mich vorstellen?
Ich bin Jenny.
Mit meiner Kamera begleite ich Familien in Nürnberg und Umgebung durch Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach – ungestellt, ehrlich, nah.
Mit dem Nürnberger Nest verbindet mich eine besondere Zusammenarbeit. Ich kenne die Räume. Ich kenne die Atmosphäre. Ich weiß, wie ich unsichtbar sein kann – damit deine Geschichte sichtbar wird.
Neugierig? Schreib mir. Ich erzähl dir, wie eine Geburtsreportage aussieht – und ob wir zusammenpassen.